Dr. Simon Feldhaus Omega-3 und Galactose im Sport

Ernährung - Zucker - Omega 3 im Sport

«Fachinformation. Eine Weitergabe an Verbraucher ist ausdrücklich zu unterlassen»

Dies ist eine Präsentation eines Vortrags von Dr. med. Simon Feldhaus – Chefarzt Paramed Gruppe – Präsident SSAAMP & LINDAREN AG

Dr. Simon Feldhaus Stoffwechsel

Sport

  • Sportler müssen in der Lage sein, ihren Körper optimal zu trainieren, sodass sie die geforderte Leistung in ihrer jeweiligen Sportart präzise und mit maximaler Effektivität abrufen können.

  • Man spricht hierbei vom metabolic learning, das es den Sportlern ermöglicht, genau auf den Punkt und über die gesamte Leistungsdauer (z. B. 90 Minuten) topfit zu sein.

  • Der Energiestoffwechsel der Muskulatur steht in diesem Prozess an oberster Stelle.

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Zucker...

  • Der grösste Feind für den Körper ist der Zucker – ganz egal, ob Industriezucker oder Fruchtzucker.

  • Denn dieser „heimliche Killer“ bringt den Darm durcheinander.

  • Zu viel Zucker im Blut und Gewebe führt dazu, dass Zucker und Eiweisse karamellisieren – so, als würde Milch anbrennen.

  • Weniger Regenerations- und Beruhigungshormone wie Serotonin und Melatonin werden gebildet – dadurch wird der Schlaf schlechter und wir fühlen uns unausgeglichener.

"Intelligente" Ernährung

  • Intelligent bedeutet, sich so natürlich wie möglich zu ernähren, sprich: so gut es geht, auf unverarbeitete Lebensmittel zurückzugreifen.
  • Statt Brot, Nudeln, Pizza, Pasta, Kuchen und Kartoffeln sind das zum Beispiel Schwarzer Reis, Ur-Roggen oder Ur-Dinkel, also gesunde Zucker.
  • Dazu wertvolle Fett,e wie sie in Nüssen, Mandeln oder Avocado stecken.
  • Sehr förderlich sind auch Omega-3-Fettsäuren, wie sie in Bio-Fisch, Bio-Fleisch, Bio- Schafs- und Ziegenkäse enthalten sind.

Galactose im Leistungssport

  • Im Gegensatz zur Glukose wirkt der Ersatzzucker Galactose insulinunabhängig und stellt so langfristig Energie bereit, während er gleichzeitig für die Entgiftung der beanspruchten Muskulatur sorgt
  • Bei sportlichen Höchstleistungen reichen die durch eingelagerte Glukose gebildeten Energiereserven oft nicht aus.
  • Durch die Gabe von Galactose kann der Glykogenspeicher über die daraus synthetisierte Glukose gespeist werden.
  • Darüber hinaus kann jedoch auch Galactose selbst als eigenständiger Baustein in das Speichersubstrat Glykogen eingebaut werden.
Dr. Simon Feldhaus Galactose im Leistungssport
  • Durch die kontinuierliche Produktion von Ammoniak während des anaeroben Stoffwechsels kommt es in der Muskulatur sowie bei der Konzentration zu einem starken Leistungsabfall.

  • Durch die Einnahme von Galactose kann diesem Giftstoff effektiv entgegengewirkt werden.

  • Dieser Effekt ist auf eine Besonderheit der Galactose zurückzuführen:

  • Die Galactose liefert wichtige Zellbausteine und verwertet zu diesem Zweck das durch die Belastung entstandene Ammoniak.

  • Durch diese Verstoffwechselung von Ammoniak durch Galactose kommt es zu einer Zellentgiftung in den Muskel- und Gehirnzellen und dadurch zu einer erhöhten muskulären und geistigen Leistungsbereitschaft.

Galactose und Kreatin

  • Galactose wird aufgrund ihrer Fähigkeit, schnell Energie bereitzustellen, oft als Kohlenhydratquelle im Sport verwendet.
  • Kreatin hingegen ist bekannt für seine Fähigkeit, die körperliche Leistungsfähigkeit und Kraft zu steigern.
  • Durch die Kombination von Galactose und Kreatin kann eine synergetische Wirkung erzielt werden, da Galactose dem Körper schnell verfügbare Energie liefert, die Kreatin dann nutzen kann, um die Muskelkraft und -ausdauer zu erhöhen
  • Eine Galactose-Kreatin-Mischung kann daher als Nahrungsergänzungsmittel für Sportler und Athleten nützlich sein, die ihre Leistungsfähigkeit verbessern möchten.
Dr. Simon Feldhaus Galactose Superenergie über wertvolles Fett
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Dr. Simon Feldhaus Omega-3 und Vitamin D Analyse

Omega-3-Fettsäuren sind wichtig in der Sporternährung

  • Wer Sport treibt, sollte unbedingt auch auf seine Fettzufuhr achten.
  • Darauf weist die amerikanische Ernährungsforscherin Prof. Artemis Simopoulos, Präsidentin des Center for Genetics, Nutrition and Health in Washington, in einer aktuellen Veröffentlichung hin.
  • Gerade bei Sportlern sind Omega-3-Fettsäuren wichtig, denn sie können u. a. entzündlichen Reaktionen in Muskeln und Gelenken vorbeugen.
  • Leistungssportlern empfiehlt Simopoulos eine hohe Zufuhr von täglich 1 bis 2 g EPA/DHA.
  • Prof. Aloys Berg, Leiter der Abteilung Rehabilitative und Präventive Sportmedizin an der Medizinischen Universitätsklinik in Freiburg, empfiehlt für Breitensportler mindestens 0,3 g EPA/DHA pro Tag
     
  • Bei sportlicher Aktivität – in besonderem Mass bei Leistungssportlern – entstehen im Körper aggressiv wirkende Verbindungen.
  • Diese können zusammen mit belastungsbedingten (Mikro-)Verletzungen in der Muskulatur im ganzen Körper Entzündungsreaktionen hervorrufen.
  • Die Folgen sind eine verlängerte Regeneration und oftmals auch Einschränkungen des körperlichen Wohlbefindens, z. B. durch Muskelschmerzen.
  • Eine kanadische Studie bescheinigt Omega-3 positive Einflüsse auf die Entwicklung von Muskelkater.
  • Laut B. Tartibian et alt. kann die Zufuhr von Omega-3 Fettsäuren die Schmerzwahrnehmung von durch Krafttraining entstandenen Muskelkater 48 Stunden nach der Anstrengung verbessern.
  • Gerade wer sich an hochintensiven Trainingskonzepten wie dem klassischen HIT orientiert, dem können Omega 3-Fettsäuren bei der Muskelkaterbewältigung Vorteile bringen
  • “Omega-3 fatty acids and exercise: a review of their combined effects on body composition and physical performance”. G Tiryaki- Sönmez et alt. Biomedical Human Kinetics, 2011.

Omega-3 fatty acid supplementation enhances stroke volume and cardiac output during dynamic exercise

 

  • Walser B, Stebbins CL; Eur J Appl Physiol. 2008 Oct;104(3):455-61. doi: 10.1007/s00421-008-0791-x. Epub 2008 Jun 18.
  • Junge, gesunde, aber untrainierte Versuchspersonen erhielten 6 Wochen lang täglich 2 g DHA, 3 g EPA oder Distelöl.
  • Ohne dass die Probanden besondere Trainingsempfehlungen erhielten, erfolgte zu Beginn des Versuchs und am Ende je ein Test mit 20 Minuten Fahrradergometer .
  • Es kam dabei zu einem Anstieg des Herzschlagvolumens um 14, 32 bzw. 0 ml unter Belastung in den verschiedenen Gruppen.
  • Während es in der Distelölgruppe keine Veränderung des Schlagvolumens gab, stieg das Volumen pro einzelnem Herzschlag um 14 ml in der Gruppe mit 2 g DHA und sogar um 32 ml in der Gruppe mit 3 g EPA an.
  • 32 ml sind beachtlich viel: Schlag für Schlag unter sportlicher Belastung diese 32 ml mehr in die Adern pumpen zu können, kann zu besseren Trainingsleistungen und im Wettkampf zu wesentlich besseren Resultaten führen.

Omega-3 Status bei veganer Ernährung

Dr. Simon Feldhaus Omega 3 Status bei veganer Ernährung

DHA bei spanischen Erstliga-Fussballerinnen

Dr. Simon Feldhaus DHA bei Erstliga-Fussballerinnen
Dr. Simon Feldhaus Erhöhung Omega-3 Index

Mikronährstoffe im Sport

Erhöhte körperliche Aktivität und regelmässiges Training führen unabhängig von der Intensität und Dauer zu:

  • höherer Stoffwechselaktivität
  • konstanter Regeneration und ständigem Aufbau von (neuem) Gewebe
  • höherem Energieverbrauch / -bedarf
  • höherem Umsatz einiger Vitamine
  • Verlust gewisser Mineralstoffe durch Schwitzen (z.B. Na, Fe, Mg, Zn)

➡️ Bedarf an Nährstoffen kann sich erhöhen

Dr. Simon Feldhaus Mikronährstoffe im Sport
Dr. Simon Feldhaus Labor

Mikronährstoffe im Sport: Q10

  • randomisierte placebo-kontrollierte Studie: 100 junge trainierte Athleten in der Vorbereitung für die olympischen Spiele 2012 (53 Männer, 47 Frauen)

  • Methode: 300 mg Ubiquinol (reduzierte Form vom Coenzym Q10) oder Placebo pro Tag, maximale Leistung beim Radfahren wurde vor der Supplementierung, nach 3 und 6 Wochen gemessen (Watt/kg KG)

Ergebnis:

  • beide Gruppen konnten ihre max. Leistungsfähigkeit nach 6 Wochen steigern:

  • Placebo: +0.30±0.18 W/kg KG (+8.5%);

  • Ubiquinol: +0.38±0.22 W/kg KG (+11.0%)

  • Der Unterschied zwischen den Gruppen war signifikant (p < 0.03).

  • Schlussfolgerung: Q10 / Ubiquinol steigert die max. Leistungsfähigkeit trainierter Athleten

Dr. Simon Feldhaus Labor L-Carnitin

Vitamin D im Sport

– Verbessert Muskelkraft
– Erhöht maximale Sauerstoffaufnahme
– Verringert Entzündungsgrad der Muskulatur – erhöht Energielevel
– Stärkt Herz-Lungen-System
– Erhöht sportliche Leistung
– ZIEL sind Blutspiegel von >= 50ng/ml

Prognose

  • Die Zukunft von Leistungs- und Regenerationsoptimierung im Sport wird über die Integration des aktuellen Wissensfundus zum Mikrobiom, Energie-Stoffwechsel, Darm- Leber-Mitochondrien- und Gehirn-Achse neue Horizonte erreichen.

  • Intelligente Ernährungsmedizin, Foodfactors und Supplements werden dabei die zentralen Bereiche sein.

  • Über die Stärkung des Energiestoffwechsels, im Besonderen der Drehscheiben des ATP-Stoffwechsels, der Mitochondrien mit SCFAs, MCT’s, Coenzym Q10, NADH, Kreatin, Ribose und Galactose, können die Kommunikations- und Neurotransmittersysteme des Energiestoffwechsels, die Prozesse der Regeneration und Reparatur, die Protein- und Fasziensynthese, die regelrechte Autophagie, das massgeschneiderte Recycling und die Neusynthese angekurbelt werden.

Dr. med. Simon Feldhaus

Dieser Fachartikel ist ausschliesslich zur internen Verwendung für Fachpersonen bestimmt und dient der Information und Weiterbildung. Nicht zur Weitergabe an Patient*innen/ Kunden*innen bestimmt.